Vor zwei Jahren konnte man in Deutschland das Sommermärchen erleben. Als Ausrichter der Fußball-WM war die Welt zu Gast bei Freunden und weil uns Petrus exakt im wichtigsten Monat des Jahres nur Sonne schenkte und Klinsi die Nationalelf ansehnlichen Fußball spielen ließ, verfiel ganz Deutschland in schwarz-rot-geilen Fußballfreudentaumel. Plötzlich war Fußball der beste Anlass um sich und den Sommer zu feiern und dass unabhängig davon ob man nun selbst seit jeher echter Fan war oder nicht. Nicht nur einheimische Zeitungen entdeckten deutsche Lebensfreude, die wir selbst nicht mehr für möglich hielten.
Fast zwei Jahre später steht die Europameisterschaft kurz bevor. Die Qualifikation war vielversprechend und viele fragen sich gespannt, ob sich erneut diese Sommermärchenstimmung einstellen wird. Zumindest die Wirtschaft scheint alles dafür zu tun. In Tankstellen und Supermärkten liegen die ersten Autofähnchen aus und viele Modehersteller haben eigene Fan-Kollektionen im Sortiment. Ein Trikot der Nationalmannschaft - nicht notwendigerweise der Deutschen - ist zwar für den konsequenten Fan obligatorisch am Spieltag, aber immer mehr setzt sich auch das dezente Mannschaftsmuster auf der Alltagskleidung durch. Dabei werden von einigen Herstellern geschickt die Nationalfarben und -symbole so weit verfremdet, dass sie aktuelle Trendmuster imitieren. Und auch bei den Farben wird durch weitgehend freie Interpretation der Anschluss an die Saisontrends erreicht. Somit bietet sich im Fußballsommer 2008 die Gelegenheit sich der EM-Euphorie hinzugeben ohne auf den modischen Auftritt zu verzichten.
Bereits bei den letzten beiden Weltmeisterschaften konnte man außerdem beobachten, dass der Frauenanteil unter den Fans stetig zunimmt. Insbesondere der weibliche Fan fühlt sich angezogen von der Party drumherum, vom Public Viewing an lauen Sommerabenden und von der kollektiven Euphorie. So kann man denn auch gerade unter den Damen schicke und modische Fan-Outfits bewundern, welche gerade in den Stadien während der Jubelszenen immer wieder die Blicke der Kameras auf sich ziehen.